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Erfahrungsbericht 06

Kirsten W. , 23 Jahre Selbsthilfegruppe Cochem
Im Dezember 1991 trat bei mir erstmals die Neurodermitis auf; was sich aber erst ein ganzes Jahr später herausstellte. Angefangen hat es damit, daß mein Arbeitgeber in ein komplett neues Wohngebäude umgezogen ist. Alles roch nach Farben, Teppichkleber u.s.w. (dies war im November 1991). Ab Dezember hatte ich oft rauhe, offene Lippen, meine Augen schwollen an, waren schuppig. Daraufhin suchte ich einen Hautarzt auf. Ich dachte, daß ich auf irgendeinen Stoff allergisch reagiere. Somit wurden Allergietests gemacht. Der Arzt diagnostizierte: Stauballergie, Milbenund Schimmelpilzallergie; auf keinen Fall Neurodermitis. Ich bekam Salben über Salben mit und ohne Cortison. Zeitweise war die Haut besser, manchmal schlechter. Mittlerweile verbreitete sich der "Ausschlag" auf Schläfen bzw. im ganzen Gesicht, am Hals und auf dem Oberkörper. Ich kratzte mir die Haut blutig, konnte nachts nicht schlafen. Nichts half. Ich nahm über Monate hinweg Cortison und suchte noch einen anderen Hautarzt auf. Dieselbe Diagnose. Nur anstatt Cortison bekam ich von der Apotheke gemischte Salben (Teersalben etc.), die mir schon besser geholfen haben. Im Oktober 1992 hörte meine Mutter von einer Selbsthilfegruppe in Cochem für Neurodermitiker. Ich wollte zuerst nicht mit hinfahren, da ich glaubte, daß ich diese Krankheit nicht hätte, so wie mir der Arzt gesagt hatte. Ich bin dann trotzdem hin, um mir mal ein Bild darüber machen zu können. So lernte ich Frau Haas und Herrn Weigelt kennen. Dadurch erfuhr ich dann von Herrn Weigelt, daß ich Neurodermitis hätte. In diesem Moment stürzte für mich eine Welt zusammen. Auf der anderen Seite war ich froh, endlich zu wissen, was ich hatte. Somit begann ich schon in diesem Monat mit den Enthaltungen. Da ich zwischenzeitlich das Cortison nach und nach abgesetzt hatte, bildete sich eine dicke Kruste auf der Kopfhaut, und ich bekam Haarausfall. Durch Einnahme von Vitaminen bekam ich den Haarausfall wieder unter Kontrolle. Ab November 1992 nahm ich Miba-Klei ein. Zu meinem eigenen Erstaunen habe ich mich gut und genauestens an die Enthaltungen gehalten. Monatlich wurde dann mein Essensplan, den ich mir genauestens aufschrieb, von Frau Haas überprüft bzw. überwacht. Seit Dezember 1993 habe ich mein Essen wieder angefangen umzustellen. Aber im großen und ganzen behalte ich noch viele Sachen bei. Ich habe in dieser schweren Zeit viel Unterstützung erhalten von meinen Eltern, meinem Freund und Bekannten. Ohne diese hätte ich das alles bestimmt nicht so gut durchgestanden. Es war keine einfache Zeit, aber dafür bin ich ja auch in die Selbsthilfegruppe gegangen. Ich bin froh, daß ich diesen Schritt getan habe, und ich werde jedem diese Hilfe weiterempfehlen.

aus dem Buch
"Neurodermitis/Psorias-Gelenkschmerzen/Stoffwechel" Maria Haas September 1997

Miba-Klei Diätetik Vertrieb & Verlag Haas
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