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Erfahrungsbericht 08

Christina S Selbsthilfegruppe Koblenz
Am 14. November 1994 wurde unsere Tochter Christina als kerngesundes Baby geboren. Als Christina 6 Wochen alt war, bekam sie einen pickeligen Ausschlag im Gesicht. Wir waren nicht sehr beunruhigt, da unser ältester Sohn, Johannes, nie Probleme mit der Haut hatte.Bei einer U-Untersuchung bekamen wir von unserem Kinderarzt eine Harnstoffsalbe verschrieben. Zu diesem Zeitpunkt glaubten wir immer noch, es handele sich bei Christinas Hautausschlag um eine Neugeborenenakne. Nach zwei Wochen konnten wir keine Besserung erkennen und suchten eine Hautarzt auf. Hier bekamen wir zum erstenmal ein Cortisonsalbe verschrieben. Da wir uns mit dieser Behandlung nicht anfreunden konnten, holten wir eine zweite Diagnose ein. Auch hier erhielten wir eine Cortisonsalbe und mußten erfahren, daß es sich nicht um Neugeborenenakne, sondern um Neurodermitis handelte.Von nun an versuchten wir die Neurodermitis mit dem Cortisonpräparat einzudämmen. Sobald wir die Salbe absetzten, kam der Hautausschlag immer wieder zurück und wurde jedesmal etwas schlimmer.Christina schlief am Tag gar nicht mehr. Nachts wurde sie immer wieder durch Juckreiz wach. Sobald sie anfing sich zu kratzen, blutete die Haut und näßte sehr stark. Sie war sehr unruhig und nervös.

Wir erkundigten uns nun intensiv nach Heilungschancen. Bei einem Heilpraktiker versuchten wir die angebliche Weizen- und Milcheiweißallergie zu löschen. Dann stellten wir die Milch auf Soja-, später auf Stutenmilch um. Christina ließ all diese Untersuchungen und Nahrungsmittelumstellungen über sich ergehen, doch sie brachten nie eine Besserung.

Die Neurodermitis war an immer neuen Stellen an ihrem Körper aufgetreten. Christina kratzte sich täglich ihr Gesicht, ihre Armbeugen und ihre Kniekehlen blutig. Ihre Bettwäsche war jeden Morgen mit Blut verschmiert.Als Christina 4 Monate alt war, lernten wir durch eine Arbeitskollegin meines Mannes Frau Haas kennen. In der Selbsthilfegruppe von Frau Haas haben wir gelernt, daß man die Krankheit Neurodermitis nicht einfach so hinnehmen muß. Wir wurden darüber aufgeklärt, was Christina essen durfte, was ihr gut tat und was ihr schadete. Diese Aufklärung haben wir bei all unseren Arztbesuchen sehr vermißt. Von nun an hielten wir uns zwei Monate an die Enthaltungen. Als wir mit der MibaKlei anfingen, wurde die Haut schlimmer. Uns war jedoch bekannt, daß sich das Krankheitsbild zuerst verschlechtert.

Mittlerweile war Christinas Haut an allen Stellen blutig gekratzt. Auch der Rücken und der Bauch waren überall mit dicken roten Pusteln übersäht. Die Nächte waren eine Katastrophe. Unsere Tochter und ich verlegten unser Schlafzimmer ins Kinderzimmer, damit mein Mann und unser Sohn etwas besser schlafen konnten.

Christina konnte ca. zwei Stunden durchschlafen. Dann waren wir eine Stunde damit beschäftigt, den Juckreiz zu bewältigen. Sie hatte furchtbare Schmerzen. Die Haut war naß durch die übelriechend austretende Lymphflüssigkeit, klebte an allen Kleidungsstücken und spannte fürchterlich. Wir verbrauchten riesige Mengen an Salbe (Hibitex) und versuchten, Christina durch Spielen von ihrem Juckreiz abzulenken. So konnten wir verhindern, daß sie nicht den ganzen Tag ihre Haut aufkratzte.

Duch Baden hofften wir, ihr etwas Erleichterung zu schaffen. Doch Christina brannte das Wasser so sehr auf der Haut, daß sie schon schrie, wenn sie nur die Badewanne sah.

Im Juli 1995 nahmen wir Christina nochmals mit in die Selbsthilfegruppe zu Frau Haas. Ihr Zustand hatte sich dermaßen verschlechtert, daß die Fußgelenke bis tief ins Fleisch aufgekratzt waren und ihr Gesicht sehr stark verkrustet und verschwollen war. Ein großer Nachteil war es für uns, daß es Christina gerade im Sommer so schlecht ging. Die Hitze und die starke Sonneneinstrahlung beeinträchtigten den Heilungsprozeß.

Unsere Nerven hingen nur noch an einem seidenen Faden. Wir hatten schon angefangen, die Miba-Klei ungesiebt zu geben. Nun mußten wir sie wieder sieben. Die schlimmsten Hautpartien behandelten wir dosiert mit einer schwachen Cortisonsalbe, um Christina die starken Schmerzen und den Juckreiz zu lindern.

Im August 1995 fuhren wir an die Nordsee in Urlaub. Bei uns zu Hause kannte man Christinas Aussehen nicht anders, hier wurden wir immer wieder angesprochen, was sie denn habe. Ihre Neurodermitis war einfach nicht zu übersehen. Es war gut, daß Christina die neugierigen und mitleidigen Blicke nicht immer bemerkte.An Weihnachten 1995 konnten wir eine kleine Besserung erkennen. Christina konnte immer noch nicht durchschlafen, aber die Kratzattacken waren nicht mehr so heftig. Ab Februar 1996 konnte Christina die Miba-Klei wieder ungesiebt trinken.

Von nun an ging der Heilungsprozeß sehr schnell voran. Die Haut wurde an verschiedenen Stellen hell und glatt. Wenn Christina sich aufgekratzt hatte, verkrusteten die Hautpartien sehr schnell und heilten ab. Nur beim Zahnen verschlechterte sich kurzfristig ihre Haut.

Im August 1996 fuhren wir wieder an die Nordsee in Urlaub. Christina ging mit Freuden ins Meer baden, und keiner konnte erkennen, daß sie noch vor einem Jahr von einer schlimmen Neurodermitis geplagt war

Heute (März 1997) ist Christina ein lustiges, lebhaftes Mädchen. Ihre Haut ist fast erscheinungsfrei. Nur an den Händen hat sie noch leichte Rötungen. Bis Ende diesen Jahres wird sie keine Miba-Klei mehr brauchen und dann langsam auf alle Nahrungsmittel umgestellt werden.

Daß wir diesen Erfahrungsbericht heute schreiben können, verdanken wir der fürsorglichen und fachkompetenten Betreuung von Frau Haas. Ohne ihre Hilfe, die wir in den monatlichen Besuchen bei der Selbsthilfegruppe erfahren haben, wäre Christina heute noch nicht gesund.

Unsere Familie hat uns immer geholfen. Sie haben uns Mut zugesprochen und uns unterstützt, die Kur mit Miba-Klei fortzusetzen. Auch unser Sohn Johannes hat durch Christinas Krankheit viele Entbehrungen gehabt. Es war für ein gesundes, dreijähriges Kind nicht leicht zu verstehen, warum alle Kinder im Kindergarten Ketchup, Äpfel oder Zitrusfrüchte essen dürfen und er nicht.

Das alles gehört jetzt der Vergangenheit an, und wir feuen uns, daß Christina im nächsten Jahr als ein ganz gesundes und hübsches Mädchen den Kindergarten besuchen kann.

aus dem Buch
"Neurodermitis/Psorias-Gelenkschmerzen/Stoffwechel" Maria Haas September 1997


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